Windhaag bei Freistadt

Postleitzahl: 4263

Koordinaten: 48° 35′ N, 14° 34′ O

Das Gemeindegebiet umfasst folgende 13 Ortschaften :

  • Freiwalddorf
  • Mairspindt
  • Obernschlag
    • Obernschlag 1 – AUFREITER (nachgewiesen seit 1660 )
  • Oberpaßberg
  • Oberwindhaag
  • Pieberschlag
  • Predetschlag
  • Prendt
  • Riemetschlag
  • Spörbichl
  • Unterwald
  • Windhaag bei Freistadt

 

Die Matriken sind zu finden:

Matricula Windhaag bei Freistadt

 

Homepage der Gemeinde

 

Geschichte

Ursprünglich im Ostteil des Herzogtums Bayern liegend, gehörte das Gebiet seit dem 12. Jahrhundert zum Herzogtum Österreich. Nach 1120 erfolgte langsam die Rodung des Freiwalds nördlich von Freistadt, womit die Besiedelung Windhaags ihren Ausgang nahm. 1380 wird eine hölzerne Rodungskapelle urkundlich erwähnt. 1487 wird eine spätgotische Kirche von Starhembergischen Grundherrn errichtet, die noch der Mutterpfarre in Grünbach inkorporiert ist, und 1507 vom Passauer Bischof geweiht wird. Seit 1490 wird der Ort dem Fürstentum ‚Österreich ob der Enns‘ zugerechnet.

Bereits 1614 wird von einer Schule und einer Wasserleitung berichtet. Auf Grund des Aufschwungs der Ortschaft wird am 12. Mai 1641 von Kaiser Ferdinand III. das Marktrecht verliehen und Windhaag bekommt einen Pranger. Als Grundherr ist zu dieser Zeit Heinrich Wilhelm von Starhemberg (Herrschaft Reichenau) in der Chronik vermerkt. Die wirtschaftliche Entwicklung vollzog sich im Brauereigewerbe und im Garn- und Zwirnhandel. 1680 wird von einem großen Brand der Pfarrkirche berichtet.

1704 wird die wieder instandgesetzte Kirche der Mittelpunkt der nun selbständigen Pfarre Windhaag. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert gab es eine Schwemme auf der Maltsch, damit wurde Bauholz nach Norden in Richtung Budweis und Prag verbracht. Auf Grund der Lage abseits der großen Handelsstraßen wurde der Markt von großen Kriegswirren verschont.

Im 18. Jahrhundert wurde die Schule im Haus Nr. 7 untergebracht, an der auch Anton Bruckner wirkte. Brände wurden 1841 und 1872 gemeldet, wobei letzter der Kirche das heutige Aussehen brachte. 1848 wurde Leopold Sicher der erste Bürgermeister der neuen Gemeinde und trat an die Stelle des Marktrichters. Die 1873 nach dem Brand erbaute Schule wurde bis 1967 genutzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum „Gau Oberdonau“. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. 1993 als „Schönstes Dorf“ Oberösterreichs geehrt, erfolgte 1997 die Preisverleihung als Energiespargemeinde durch den O.Ö. Energiesparverband. Am 20. September 2002 erhielt die Gemeinde den Österreichischen Solarpreis, am 4. Dezember 2002 erfolgte die Europäische Solarpreisverleihung von Eurosolar in Berlin.

 

Quelle: Wikipedia

Published by Eichinger

Familienforscher seit über 20 Jahren. Zur Zeit in Linz an der Donau beheimatet.

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