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Eine Reise in die Vergangenheit

St.Thomas am Blasenstein

Nachbargemeinden:

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  • Königswiesen
  • Münzbach
  • Pabneukirchen
  • Pierbach
  • Rechberg

 

Sankt Thomas am Blasenstein ist eine Marktgemeinde im Bezirk Perg im oberösterreichischen Mühlviertel.

  • Postleitzahl: 4364

Ortsteile:

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  • Kleinmaseldorf
  • Mitter Sankt Thomas
  • Ober Sankt Thomas
  • Pierbach
  • Puchberg
  • Rechberg
  • Thomasreit
  • Thomastal
  • Unter Sankt Thomas
  • Untermaseldorf
  • Au

 

 

Geschichte:

St. Thomas am Blasenstein teilt die wechselvolle Geschichte des Landes Oberösterreich.

Während der Römerzeit lag das heutige Gemeindegebiet von St. Thomas am Blasenstein nur wenige Kilometer nördlich der Grenze der Provinz Noricum, die in diesem Bereich vom Limes beziehungsweise von der Donau gebildet wurde, bereits außerhalb der 7,5 Kilometer breiten Pufferzone zwischen Römern und Barbaren. Das römische Kastell Adiuvense (Wallsee) und das römische Militärlager Lauriacum (Enns/Lorch) lagen in Sichtweite. Siedlungsspuren aus dieser Zeit sind auf dem Gebiet der Gemeinde St. Thomas am Blasenstein nicht nachweisbar.

Zur Zeit der Babenberger lag St. Thomas am Blasenstein in der Markgrafschaft beziehungsweise später im Herzogtum Österreich im Grenzbereich zwischen Riedmark und Machland sowie in Gebieten der Herren von Perg bzw. später der Herren von Machland.

Otto und Walchun von Machland besaßen um 1150 zwei Burgen Blasenstein, „duo Castra Plasenstein“, die sie gemäß dem Passauer Traditionskodex des 13. Jahrhunderts an das Bistum Passau schenkten. Die Burgen dürften nach Fundmaterial und Untersuchungen etwa um 1100 errichtet worden sein und werden als Ursprung der Siedlung Blasenstein angesehen. Erst als die Burgen Ende des 13. Jahrhunderts verlassen wurden und Ende des 14. Jahrhunderts eine große Wallfahrtskirche gebaut wurde, bekam die Siedlung den Namen des Kirchenpatrons (St. Thomas Pfarr, Thomasberg, St. Thomas).

Um 1260 waren im Urbar Ottokars II. mehrere Güter und die zu leistenden Dienste angeführt, später werden die Kapeller, Liechtensteiner und Zelkinger als Ortsherren genannt. Hinsichtlich der Bestellung des Ortsrichters lagen diese im Streit mit dem Kloster Waldhausen, das ebenfalls über Besitzungen verfügte.

Bischof Reginbert von Passau schenkte dem Augustiner Chorherrenstift Säbnich 1147 ein dem Heiligen Thomas geweihtes Eigenkirchlein, das als Burgkapelle gedient haben soll.

Ab dem 14. Jahrhundert bestand eine Pfarrgemeinschaft mit der Pfarre Münzbach, wobei St. Thomas als Filialkirche von Münzbach bezeichnet wurde. Beide Pfarren waren damals dem Stift Waldhausen einverleibt. 1347 erhielt die Kirche auf Grund einer Messstiftung Herzog Albrecht II. einen ständigen Seelsorger und eine tägliche Frühmesse. Wenig später ist aber neuerlich nur ein Priester für beide Pfarren nachgewiesen.

1530 gelangte Münzbach an die Prager zu Windhaag, während St. Thomas bei Waldhausen beziehungsweise während der Protestantenzeit beim Bistum Passau verblieb und seither als selbständige Pfarre besteht. Nach der Aufhebung des Klosters Waldhausen war St. Thomas Religionsfonds-Pfarre und gehört heute zum Dekanat Grein.

Herrschaften:

Seit 1490 wird der Ort dem Fürstentum ‚Österreich ob der Enns‘ zugerechnet. 1629 folgten auf die Zelkinger die im Zuge der bayerischen Besetzung ins Land gekommenen Thürheims, die dann bis 1848 die Herrschaft innehatten. Während der Napoleonischen Kriege war der Ort mehrfach besetzt.

Seit 1918 gehört der Ort zum Bundesland Oberösterreich. Nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich am 13. März 1938 gehörte der Ort zum Gau Oberdonau. Nach 1945 erfolgte die Wiederherstellung Oberösterreichs. St. Thomas lag bis 1955 in der sowjetischen Besatzungszone.


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Quellen:

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